Muskuläre Triggerpunkte
16686
page-template-default,page,page-id-16686,bridge-core-1.0.4,ajax_fade,page_not_loaded,,qode-theme-ver-18.0.9,qode-theme-bridge,disabled_footer_bottom,qode_header_in_grid,wpb-js-composer js-comp-ver-5.6,vc_responsive
 

Muskuläre Triggerpunkte

Muskuläre Triggerpunkte

 

 

Was sind muskuläre Triggerpunkte?

 

Triggerpunkte sind verspannnte, tastbare, druckschmerzempfindliche Muskelfaserbündel. Es handelt sich um eine lokal begrenzte Zone mit maximaler Druckempfindlichkeit, von der aus die dem Patienten bekannten Schmerzen (lokal oder fortgeleitet) ausgelöst werden können.

Es handelt sich dabei um einzelne Muskelfasern, die sich in einer Art Dauerkontraktion befinden. Die Dauerkontraktion erhöht den Stoffwechselbedarf und drückt gleichzeitig die die Muskelfasern versorgenden Blutgefäße ab. Dies wiederum führt zu einer lokalen Minderversorgung mit Sauerstoff, was wiederum einen lokalen Entzündungsprozeß in Gang bringt.

Muskuläre Triggerpunkte verursachen sowohl direkt als auch indirekt eine Vielzahl von Störungen im neuromuskuloskelettalen System und können damit vielfältig an der Entstehung  und Aufrechterhaltung chronischer Schmerzen beteiligt sein. Die Summe aller – direkt und indirekt – durch muskuläre Triggerpunkte induzierte Störungen wird als myofasizales Syndrom (MFS) bezeichnet.

Anlass für das Entstehen des myofascialen Schmerzsyndroms sind in der Regel eine akute oder chronische Überlastung des betreffenden Muskels, eine traumatische Überdehnung oder eine direkte Verletzung des Muskels. Die direkte Läsion von Muskelfasern (Trauma) oder ein langzeitig erhöhter Muskeltonus (z.B. aufgrund von Fehlhaltungen aber auch aufgrund von psychischen Faktoren wie Angst und Stress) sind häufig der Ausgangspunkt für die Entwicklung von muskulären Triggerpunkten. Diese werden dann klinisch in Form von Schmerzen manifest.

Die meisten akuten Schmerzzustände klingen unter relativer Ruhe innerhalb einer Woche spontan ab. Tritt diese spontane und natürliche Remission nicht ein, sind gezielte Maßnahmen zur Unterstützung der Deaktivierung aktiver Triggerpunkte sinnvoll.

 

 

Wie therapiert man muskuläre Triggerpunkte?

 

Neben der manuellen Triggerpunkttherapie, bei der myofasziale Schmerzen und Funktionsstörungen ohne Einsatz von Hilfsmitteln behandelt werden (z.B. manuelle Kompression und Dehnung der muskulären Triggerpunkte bzw. der oberflächlichen und intramuskulären Faszien) kann man muskuläre Triggerpunkte auch mit  physiotherapeutische/physikalische Maßnahmen (dazu zählen u.a. Massage-, Thermo- und Elektrotherapie) und dem blutigen Schröpfen behandeln.

Die neuraltherapeutische Behandlung durch Infiltration eines Muskels mit z.B. Procain (Lokalanästhetikum) hat sich ebenfalls sehr bewährt.

Eine weitere Behandlungsmöglichkeit ist die Akupunktur (etwa 92% der 255 Triggerpunkte stimmen anatomisch mit den Akupunkturpunkten überein), welches ein Teilgebiet der traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) darstellt. Sie geht von Lebensenergien des Körpers aus, welche auf definierten Längsbahnen, den Meridianen, zirkulieren und einen steuernden Einfluss auf alle Körperfunktionen haben. Ein gestörter Energiefluss soll durch Reizung der auf den Meridianen liegenden Akupunkturpunkte wieder ausgeglichen werden, was u.a. zu einer Auflösung von muskulären Triggerpunkte führt. Viele der bekannten Akupunkturpunkte sind typische Lokalisationen von muskulären Triggerpunkten.

Besonders geeignet zur Behandlung von muskulären Triggerpunkten hat sich neben der neuraltherapeutischen Infiltration das Dry Needling bewiesen, bei der mit einer sterilen Akupunkturnadel die Triggerpunkte aufgesucht und gezielt behandelt werden.

Falls Sie an einer Triggerpunkttherapie interessiert sind, dann vereinbaren Sie einen Termin und lassen Sie uns gemeinsam herausfinden, welches Verfahren zur Behandlung Ihrer Triggerpunkte am besten geeignet ist.

 

 

Dr. Bülent Kılıç