Immunsystem
16733
page-template-default,page,page-id-16733,bridge-core-1.0.4,ajax_fade,page_not_loaded,,qode-theme-ver-18.0.9,qode-theme-bridge,disabled_footer_bottom,qode_header_in_grid,wpb-js-composer js-comp-ver-5.6,vc_responsive
 

Immunsystem

Immunsystem

 

Wir sind ständig Krankheitserregern wie Bakterien, Viren, Pilze, Parasiten, die über die Nahrung, Atemluft oder Wunden in unseren Körper eindringen können, belastet.

Gegen diese Angreifer schützt sich der Körper mit dem Immunsystem – einem Verbund aus Organen, Zellen und Botenstoffen. Das Immunsystem hat die Aufgabe, fremd von selbst zu unterscheiden und alles Fremde mit einer Immunantwort abzuwehren.

Dem Darm kommt dabei eine wichtige Rolle zu. 70 % aller Immunzellen befinden sich im Dünn- und Dickdarm; knapp 80 % aller Abwehrreaktionen laufen hier ab. Der Darm eines Erwachsenen ist rund 7 Meter lang und hat eine Oberfläche von 400 bis 500 Quadratmetern (Platz für 2 Tennisplätze). Die Darmflora beinhaltet bis zu 100 Billionen Mikroorganismen. Das macht den Darm zu einem enorm wichtigen Teil unseres Immunsystems. Ist der Darm gesund, sind wir besser gegen viele verschiedene Krankheiten geschützt.

 

Nicht wenige Menschen haben Allergien oder Autoimmunerkrankungen. Bei beiden liegt ein Fehler in dem Immunsystem mit einer Fehlreaktion vor. Bei der Allergie werden z.B. harmlose Antigene (Strukturen wie z.B. Pollen) wie Krankheitserreger bekämpft.

Bei den Autoimmunerkrankungen handelt es sich um Krankheiten, deren Ursache eineImmunreaktionengegen körpereigene Strukturen sind. Auch chronisch entzündliche Erkrankungen wie z.B. die Colitis ulcerosa/ M. Crohn können als Zeichen eines schwachen Immunsystems gewertet werden.

Alle diese Krankheiten bedürfen in jedem Fall der Untersuchung und Behandlung durch einen erfahrenen Facharzt/ärztin mit allen möglichen an den geltenden Leitlinien ausgerichteten Therapieoptionen.

 

Ich möchte mit diesem Artikel einen kleinen Einblick geben, wie man das schwächelnde/ fehlgesteuerte Immunsystem unterstützen kann, ohne dabei auf eine bestimmte der oben genannten Krankheiten einzugehen. Allen Krankheiten ist gemeinsam, dass das Immunsystem nicht richtig bzw. effektiv funktioniert.

Es handelt sich hierbei um Ideen, Vorschläge und Anregungen, wie Sie Ihr Immunsystem unterstützen können. Eine erkrankte Person kann diese Vorschläge als ergänzende Maßnahme zur bereits durch den Facharzt eingeleiteten Therapie sehen. Der „gesunde“ Mensch kann es als Prophylaxe nutzen.

 

Wie kann ich das Immunsystem unterstützen?

Nicht zu viel Stress, ausreichend Schlaf und Bewegung, eine ausgewogene Ernährung und ausreichende Flüssigkeitszufuhr sind zunächst die grundlegenden Dinge, die für ein stabiles Immunsystem notwendig sind.

 

Stress

Durch Stress erhöht sich die Produktion der „Stresshormone“ Adrenalin, Noradrenalin und Kortisol, die Zucker- und Fettreserven mobilisieren, um besser kämpfen oder flüchten zu können. Eine Begleiterscheinung dessen ist das „Herunterregulieren“ des Immunsystems.

Dadurch ist das Immunsystem z.B. unmittelbar nach Ende einer Belastungssituation anfällig. Häufig treten Infekte wie eine Erkältung am Anfang des Urlaubs auf, wenn der Stress nachlässt. Deshalb ist es sinnvoll, sich nach einer größeren Anstrengung 2-3 Tage zu schonen. Das gleiche gilt für Sportler nach intensivem Training. Bei psychischen Belastungen wie Krankheit oder Tod von Angehörigen kann das Fenster erhöhter Anfälligkeit mehrere Monate andauern. Umgekehrt scheint sich eine positive Lebenseinstellung positiv auf das Immunsystem auszuwirken.

 

Schlaf

Schlaf stellt für das Immunsystem die entscheidende Regenerationsphase dar. Schlafmangel wirkt sich negativ auf die Abwehrzellen des unspezifischen und des spezifischen Immunsystems aus und somit auf das Immunsystem. Ausreichender und erholsamer Schlaf sind deshalb für ein gut funktionierendes Immunsystem wichtig.

 

Ernährung

Die Ernährung sollte ausgewogen und abwechslungsreich sein. Obst, Gemüse und Vollkornprodukte sollten regelmäßig auf dem Speiseplan stehen, um den täglichen Vitamin- und Mineralienbedarf zu decken. An Flüssigkeit werden täglich mindestens 1,5 Liter (besser 2 Liter) empfohlen (nach Möglichkeit Wasser).

Neben der Beachtung einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung, ist es aus meiner Sicht sinnvoll und ratsam das Immunsystem durch die Einnahme ausgewählter natürlicher Lebensmittel zusätzlich zu stärken. Es folgt eine Liste ausgewählter Produkte, die ich zur unspezifischen Unterstützung des Immunsystems meinen Patienten empfehle, insbesondere wenn sie entzündliche Erkrankungen, Allergien oder Autoimmunerkranken haben.

 

  1. Vitamin D

Die körpergewichtsabhängige Einnahme von Vitamin D ist für ein gut funktionierendes Immunsystem unverzichtbar. Nähere Erläuterungen dazu können Sie meinem Artikel zu Vitamin D entnehmen.

Wenn Sie wissen möchten, in welcher Dosierung Sie das Vitamin D nehmen sollten, dann kontaktieren Sie mich einfach.

 

  1. Kefir

Kefir ist ein probiotisches Lebensmittel, welcher lebende Milchsäurebakterien enthält, die den Aufbau und Erhalt einer gesunden Darmflora fördern sowie eine gute Verdauung unterstützen. Wie bereits anfangs beschrieben, ist der Darm ein enorm wichtiger Teil unseres Immunsystems. Ist der Darm gesund, sind wir besser gegen viele verschiedene Krankheiten geschützt.

Industriell hergestellte Kefirsorten aus dem Supermarkt enthalten häufig keine lebenden Milchsäurebakterien mehr. Daher empfiehlt es sich, Kefir einfach selber zu Hause herzustellen. Die Kefirknöllchen sind u.a. Online erhältlich. Sprechen Sie mich darauf an.

 

  1. Zeolith/ Fasten

Unter dem Aspekt den Darm als wichtiges Organ des Immunsystems zu unterstützen halte ich eine regelmäßige Entgiftung des Darmes für sinnvoll.

Zum einen kann man z.B. eine Entgiftungskur mit Zeolith machen (1x/Jahr für eine Woche), was ich aus eigener Erfahrung sehr empfehlen kann. Zeolith ist ein Mineral vulkanischen Ursprungs und hat viele positive Wirkungen auf den Körper. Die wichtigste davon ist, dass es sehr bindungsfähig ist. Zeolith entgiftet den Darm von Schwermetallen, Giftstoffen aus Umwelt (Feinstaubbelastung in Großstädten) und Ernährung (Farb- und Konservierungsstoffen, Unkrautvernichtungsmitteln).

Eine weitere Möglichkeit die Darmgesundheit zu fördern ist das regelmäßige Fasten (1-2x/Woche). Hierbei kommt es nicht auf die Kalorien an, sondern die Stunden ohne Nahrung. Bereits ein bis zwei Fastentage pro Woche mit 14-16 Stunden Nahrungsverzicht können ihr Gutes tun. Beim gelegentlichen Verzicht auf Abendessen oder Frühstück bekommt man diese Zeitspanne mühelos zusammen. Neuere Studien zeigen, dass durch den Nahrungsverzicht über mehrere Stunden spezielle Reinigungsmechanismen angeregt werden. Es kommt zur Entgiftung des Körpers.

 

  1. Schwarzkümmelöl

Schwarzkümmelöl hat eine natürliche, harmonisierende Wirkung auf das Immunsystem. Deshalb ist es sinnvoll, Schwarzkümmelöl als ganzheitliche Therapie bei Allergien und Immunschwäche einzusetzen.

Prof. Dr. Holger Kiesewetter von der Berliner Charité konnte in mehreren Studien zeigen, das Schwarzkümmelöl bei regelmäßiger zeitiger Einnahme die Symptome einer Pollenallergie, wie zum Beispiel tränendn Augen und Fließschnupfen, vorbeugt.

Der Immunologe und Chirurg Dr. Peter Schleicher konnte die hervorragende Wirkung von Schwarzkümmelöl auf den Heilungsprozess von asthmatischen Krankheiten nachweisen.

 

  1. Weihrauch

Die entzündungshemmende Wirkung von Weihrauch konnte in mehreren Studien nachgewiesen werden. Dies wie auch die anderen das Immunsystem stimulierenden Eigenschaften erklären teilweise seine Wirksamkeit in der Bekämpfung von Infektionen und in der Behandlung von Autoimmunerkrankungen wie Asthma, rheumatoider Arthritis und entzündlichen Darmerkrankungen. Ich will hier nur auf eine Studie hinweisen, die erst kürzlich veröffentlicht wurde (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29248894), bei der mit Weihrauchextrakten den Verlauf einer schubförmigen Multiplen Sklerose (MS) positiv beeinflussen konnte.

 

Für weitere Informationen oder bei Fragen können Sie mich gerne anschreiben.

 

 

Dr. Bülent Kılıç